Warum handeln wir manchmal völlig irrational? Das Modell des reaktiven Verstandes

Vielleicht kennen Sie auch diese Situationen, in denen das eigene Verhalten im Nachhinein schwer nachvollziehbar erscheint. Man reagiert übermäßig gereizt, bekommt plötzlich Angst oder trifft Entscheidungen, die eigentlich gar nicht zu einem selbst passen.

Oft fragen wir uns anschließend: Warum habe ich so reagiert?

Psychologie und Neurowissenschaften geben darauf unterschiedliche Antworten, sie sind mal mehr und mal weniger hilfreich. Auch die Dianetik beschäftigt sich mit dieser Frage und beschreibt ein eigenes Modell des menschlichen Verstandes und darum lohnt sich ein Blick auf ihre grundlegenden Gedanken. Hat Dianetik die bessere Antwort auf diese entscheidende Frage: Warum handeln Menschen manchmal entgegen ihrer eigenen Vernunft? 

In diesem Artikel und dem dazugehörigen Video erfahren Sie mehr über diese spannende Frage. 

Der analytische und der reaktive Verstand

Nach der Dianetik besteht der menschliche Verstand aus zwei unterschiedlichen Bereichen.

Der analytische Verstand könnten wir der „perfekte Computer“ nennen. Denn er arbeitet bewusst, logisch und vernünftig aufgrund der Daten, die er durch seine Bildung und Erfahrung hat. Er beobachtet, vergleicht Informationen und trifft Entscheidungen auf Grundlage der tatsächlichen Situation. Beispiel: Sie planen eine Reise nach Griechenland und freuen sich schon auf Sonne, Meer und die Sehenswürdigkeiten. Doch nun sehen Sie, dass die Preise stark gestiegen sind. Sie suchen nach einem neuen Reiseziel und stellen fest, dass Kroatien viel preisgünstiger ist und entscheiden uns für diesen Urlaubsort. 

Daneben beschreibt Dianetik den reaktiven Verstand. Dieser arbeitet nicht logisch, sondern nach einem einfachen Reiz-Reaktions-Mechanismus. Er speichert schmerzhafte Erfahrungen und reagiert später automatisch auf ähnliche Situationen – unabhängig davon, ob die ursprüngliche Gefahr noch besteht. Dies kann ein bestimmtes Wort, ein Geruch oder Verhalten sein, was dann ein früheres Trauma – also ein Engramm triggern kann. Beispiel: Paul schwimmt entspannt im Meer. Plötzlich streift ihn ein Stück Seetang am Bauch. Objektiv besteht keine Gefahr. Dennoch gerät er augenblicklich in Panik. Der Urlaub  ist für ihn gelaufen, denn in dieser Umgebung kann er sich nicht mehr entspannen. Wir wissen natürlich nicht, ob er jemals ein Engramm im Meer erlebte. Doch etwas in diesem Vorfall hatte genügend Ähnlichkeit mit einem früheren Geschehnis, um diese Panik zu triggern.  

Was ist ein Engramm?

Ein zentraler Begriff der Dianetik ist das Engramm.

Dabei handelt es sich nach der Theorie um eine mentale Aufzeichnung eines Erlebnisses, das mit Schmerz, Schock oder Bewusstlosigkeit verbunden war.

Während der analytische Verstand in einem solchen Moment nur eingeschränkt arbeitet, speichert der reaktive Verstand sämtliche Eindrücke – Geräusche, Gerüche, Worte, Gefühle und körperliche Empfindungen.

Dieser Mechanismus kann unser Denken und Handeln stark beeinflussen und ist ein Hauptgrund dafür, warum Menschen das Gefühl haben, von bestimmten Emotionen oder Verhaltensweisen kontrolliert zu werden. In der Dianetik wird der Reiz-Reaktions-Mechanismus genau untersucht, um die Verbindung zwischen Auslöser und Reaktion aufzulösen.

Wenn die Vergangenheit zurückkehrt

Besonders interessant ist der Begriff der Restimulation.

Nach der Dianetik genügt manchmal bereits ein ähnlicher Geruch, eine Stimme oder eine bestimmte Situation, um ein früheres Engramm wieder zu aktivieren.

Der Betroffene erlebt dann möglicherweise Angst, Wut oder Unsicherheit, obwohl die aktuelle Situation dafür objektiv keinen Anlass bietet. Nach diesem Modell reagiert nicht der bewusste Verstand, sondern eine frühere Aufzeichnung übernimmt kurzfristig die Kontrolle.

Die Vergangenheit scheint gewissermaßen in die Gegenwart zurückzukehren.

Dianetik - Eine weitreichende Theorie

Die Dianetik geht mit dieser Erklärung noch einen Schritt weiter.

Sie vertritt die Auffassung, dass Engramme die grundlegende Ursache irrationalen Verhaltens sowie vieler seelischer und psychosomatischer Beschwerden sind. Ziel des Dianetik-Auditings ist es daher, diese Aufzeichnungen aufzuarbeiten, damit sie ihre Wirkung verlieren. 

 Dies gehört sie zu den zentralen Grundlagen der Dianetik und bilden damit den Ausgangspunkt ihrer praktischen Methoden – das Auditing. 

Wer steuert unser Verhalten?

Die vielleicht spannendste Frage lautet:

Treffen wir unsere Entscheidungen wirklich bewusst – oder beeinflussen frühere Erfahrungen unser Handeln stärker, als uns bewusst ist?

Genau mit dieser Frage beschäftigt sich das folgende Video. Es erklärt die Begriffe analytischer Verstandreaktiver VerstandEngramm und Reiz-Reaktions-Mechanismus verständlich und zeigt, wie diese Konzepte innerhalb der Dianetik zusammenhängen.

Vielleicht entdecken Sie dabei einen neuen Blickwinkel auf menschliches Verhalten – unabhängig davon, ob Sie die Theorie letztlich teilen oder nicht. Der Entdecker und Autor L. Ron Hubbard betont in seinen Schriften immer wieder die Notwendigkeit, die Thesen selbst zu  prüfen und zu testen. 

Und so laden wir Sie zu dem vielleicht spannendsten Abenteuer überhaupt ein – die Erforschung Ihrer geistigen Welt und ihrer Möglichkeiten. 

 

       

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