Dianetik Basics – Analytischer Verstand einfach erklärt

Warum treffen wir manchmal klare und vernünftige Entscheidungen – und warum handeln wir in anderen Situationen plötzlich völlig unverständlich?

Die Dianetik unterscheidet zwischen zwei grundlegenden Bereichen des Verstandes: dem analytischen Verstand und dem reaktiven Verstand. In diesem Artikel geht es um den analytischen Verstand und die Frage, wie er nach der Dianetik funktioniert. Diese Unterscheidung ist notwendig, um die unterschiedliche Arbeitsweise dieser beiden Bereiche verständlich zu machen.

Medizin und Psychologie haben in der Vergangenheit bedeutende Fortschritte gemacht und damit wichtige Grundlagen für unsere heutige Kultur und Zivilisation geschaffen. Wir sind davon überzeugt, dass die Erkenntnisse der Dianetik eine Ergänzung und Weiterentwicklung darstellen können, die einen bedeutenden Wert besitzt.

Der analytische Verstand der Teil des Verstandes, der bewusst wahrnimmt, denkt, beobachtet und Entscheidungen trifft.

Er verarbeitet Informationen aus der gegenwärtigen Umgebung, nutzt Erfahrungen aus der Vergangenheit und kann mögliche Folgen in der Zukunft abschätzen. Auf dieser Grundlage kann ein Mensch Entscheidungen treffen. Auch, wenn wir „intuitiv“ handeln, steht diese Handlung unter unserer willentlichen Kontrolle.

Vereinfacht gesagt:

Der analytische Verstand nimmt wahr, vergleicht, beurteilt und entscheidet.

Dabei geht es nicht nur um logisches Denken im engeren Sinn. Der analytische Verstand umfasst auch die Fähigkeit, Erfahrungen zu erinnern, Situationen einzuschätzen und bewusst auf die Gegenwart zu reagieren.

Dianetik Basics – Analytischer Verstand einfach erklärt

Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit dem Auto und sehen plötzlich ein Hindernis auf der Straße.

Ihr Verstand verarbeitet in diesem Moment verschiedene Informationen:

  • Wo befindet sich das Hindernis?
  • Wie schnell fahren Sie?
  • Kann ich bremsen?
  • Kann ich ausweichen?
  • Was ist die sicherste Entscheidung?

Aus diesen Informationen entsteht eine bewusste Entscheidung.

Der analytische Verstand arbeitet dabei mit den Informationen, die gegenwärtig verfügbar sind:

  • Ausbildung in der Fahrschule
  • Praxis im Auto
  • Wahrnehmungen der Umgebung wie Zustand der Straße, Wetter und Geschwindigkeit

Er kann die Situation untersuchen und verschiedene Möglichkeiten gegeneinander abwägen.

Ein einfaches Beispiel

Nach der Definition der Dianetik ist ein Engramm eine mentale Aufzeichnung eines Erlebnisses, das mit Schmerz, Bewusstlosigkeit oder einer ernsthaften Bedrohung des Überlebens verbunden war.

L. Ron Hubbard definiert ein Engramm als:

„Ein mentales Eindrucksbild eines Erlebnisses, das Schmerz, Bewusstlosigkeit und eine wirkliche oder eingebildete Bedrohung des Überlebens enthält.“

Nach der Dianetik wird ein solches Erlebnis nicht vom analytischen (bewussten) Verstand, sondern im reaktiven (unbewussten) Verstand gespeichert.

Die Datenbank hinter Ihrer Stirn

Kennen Sie einen Computer mit einer scheinbar unbegrenzen Kapazität? L Ron Hubbard beschreibt in Dianetik DIE MODERNE WISSENSCHAFT DER GEISTIGEN GESUNDHEIT unseren Verstand als „perfekten Computer.

Sehen Sie den analytischen Verstand als Computer. Dies ist nur ein Ver gleich, denn der analytische Verstand verhält sich zwar wie eine EDV Anlage, hat aber noch phantastischere Fähigkeiten als alle Computer, die jemals gebaut wurden, und ist unendlich vollkommener. Man könnte ihn auch den »berechnenden Verstand« oder »Egnignomoxny« nennen, doch reicht für unsere Zwecke »analytischer Verstand« als Bezeichnung völlig aus. Der Sitz des analytischen Verstandes mag in den Stirnlappen liegen, wofür es gewisse Anzeichen gibt. Doch das ist ein Strukturproblem, und niemand weiß über die Struktur genau Bescheid. Wir werden also diesen Teil des Verstandes, der Berechnungen anstellt, als den analytischen Verstand bezeichnen, weil er Daten analysiert.“

Der analytische Verstand arbeitet mit Daten und mentalen Bildern

Kennen Sie das: Sie versuchen, sich an etwas zu erinnern, und Ihnen kommt ein bestimmtes Bild  in den Sinn.  In der Dianetik bezeichnent wir solch ein Bild als Faksimile. Nach der dianetischen Definition handelt es sich dabei um ein mentales Eindrucksbild einer vergangenen Erfahrung. Ein Faksimile ist ein Energiebild, das wieder angeschaut werden kann. Ein Faksimile enthält mehr als fünfzig leicht unterscheidbare Wahrnehmungen. Es enthält außerdem Emotion und Denken.

Der analytische Verstand kann auf solche gespeicherten Erfahrungen zurückgreifen und sie bei seinen Entscheidungen berücksichtigen. Nach der Dianetik sind diese mentalen Bilder nicht im Gehirn gespeichert.

Wir können dies leicht demonstrieren: Erinnern Sie sich daran, was Sie heute gefrühstückt haben. Erinnern Sie sich an den Geschmack, an die Gerüche und daran, wo genau Sie waren? Wenn Ihnen dies gelungen ist, haben Sie einen Eindruck davon erhalten, was in der Dianetik als Faksimile bezeichnet wird.

Doch wohin haben Sie geschaut, als Sie dieses Faksimile betrachtet haben? Haben Sie in Ihr Gehirn geschaut? Oder haben Sie die Erinnerung vielmehr vor Ihrem geistigen Auge wahrgenommen?

Nach der Dianetik handelt es sich bei einem solchen mentalen Eindrucksbild nicht lediglich um einen Gedanken oder eine abstrakte Information. Es wird als ein Faksimile bezeichnet – ein Eindrucksbild einer vergangenen Erfahrung, das erneut betrachtet werden kann.

Wenn Sie beispielsweise bereits einmal auf einer vereisten Straße gefahren sind, können Sie diese Erfahrung später nutzen. Sie erinnern sich daran, wie sich das Fahrzeug verhalten hat, und passen Ihre Fahrweise an die aktuellen Bedingungen an.

Die Vergangenheit wird auf diese Weise verwendet, um die Gegenwart besser einzuschätzen.

Analytisches Denken bedeutet Bewusstsein

Ein grundlegendes Merkmal des analytischen Verstandes ist nach der Dianetik das Bewusstsein.

Der Mensch weiß, was er wahrnimmt und entscheidet. Er kann eine Situation betrachten und sich fragen:

„Was geschieht hier gerade?“
„Welche Möglichkeiten habe ich?“
„Welche Entscheidung ist sinnvoll?“

Auch wenn diese Entscheidung oft in einem Bruchteil einer Sekunde getroffen wird: Diese Fähigkeit unterscheidet eine bewusste Entscheidung von einer automatischen Reaktion des reaktiven Verstands.

Der analytische Verstand kann also innehalten, Informationen sammeln und eine Entscheidung treffen, anstatt unmittelbar auf einen Reiz zu reagieren.

Der analytische Verstand und bewusste Entscheidungen

Die Dianetik beschreibt den analytischen Verstand als den Teil des Verstandes, der in der Lage ist, Informationen zu verarbeiten und Entscheidungen auf Grundlage der tatsächlichen Situation zu treffen.

Das bedeutet nicht, dass ein Mensch niemals Fehler macht.

Eine Person, die sich von ihrem analytischen Verstand leiten lässt, ist weder ein seelenloser Roboter, und schon gar kein Übermensch. Er ist jemand, mit einem gesunden Menschenverstand und eine Person, die offen für vernünftige Argumente ist.

Analytisches Denken kann auch zu falschen Entscheidungen führen, wenn wichtige Informationen fehlen oder eine Situation falsch eingeschätzt wird. Ein Fehler ist jedoch etwas anderes als eine automatische Reaktion, deren Ursache einem selbst nicht bewusst ist.

So können Sie das Potenzial Ihres analytischen Verstands stärken und seine Leistungsfähigkeit im Alltag verbessern:

  • Vermeiden Sie, soweit möglich, Personen und Situationen, von denen Sie wissen, dass sie Sie unnötig aufwühlen oder emotional aus dem Gleichgewicht bringen. Das bedeutet nicht, jeder Schwierigkeit aus dem Weg zu gehen. Es kann jedoch sinnvoll sein, sich nicht dauerhaft Einflüssen auszusetzen, die die eigene Klarheit beeinträchtigen.
  • Bilden Sie sich weiter und lesen Sie zu den Themen, die Sie interessieren. Neue Informationen und unterschiedliche Sichtweisen erweitern den eigenen Horizont und geben dem analytischen Verstand mehr Daten, mit denen er Situationen beurteilen kann.
  • Vermeiden Sie alles, was Ihr Bewusstsein unnötig trübt. Dazu kann auch eine übermäßig lange Bildschirmzeit gehören, insbesondere wenn sie die Aufmerksamkeit, Konzentration oder den Schlaf beeinträchtigt. Gönnen Sie Ihrem Verstand regelmäßig Pausen und Zeiten ohne ständige Reize und Informationen.
  • Gehen Sie spazieren und bewegen Sie sich regelmäßig. Bewegung an der frischen Luft kann dabei helfen, den Kopf freizubekommen und die Aufmerksamkeit wieder auf die gegenwärtige Umgebung zu richten. Auch Bewegung in geschlossenen Räumen kann einen positiven Beitrag leisten.
  • Nehmen Sie sich Zeit, bewusst nachzudenken. Nicht jede Entscheidung muss sofort getroffen werden. Manchmal hilft es, kurz innezuhalten und sich zu fragen: Was geschieht hier tatsächlich? Welche Informationen liegen mir vor? Und welche Möglichkeiten habe ich?

Fazit

Der analytische Verstand ist nach der Dianetik der bewusste, wahrnehmende und entscheidende Teil des Verstandes. Er verarbeitet Informationen aus der Gegenwart, nutzt Erfahrungen aus der Vergangenheit und kann mögliche Folgen zukünftiger Entscheidungen einschätzen. Der logische Gegenspieler ist der sogenannte reaktive Verstand

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